Rhythmische Massage Lüneburg - Petra Gerken

Manuelle Lymphdrainage gegen Lymphödeme - sanft, aber gezielt

Schwellungen in Beinen oder Armen? Besonders Ödeme belasten - und beeinträchtigen die Lebensqualität oft erheblich. Manuelle Lymphdrainage (MLD) als physikalische Therapie ist eine hochwirksame Massagetechnik: Unterschiedlichste, sanfte Grifftechniken regen den Lymphabfluss an und fördern die Entstauung des Gewebes - zum Beispiel im Anschluss an eine Krebsoperation.

Lymphgefäßsystem: So funktioniert es

Wie Milz oder Knochenmark ist das Lymphgefäßsystem Teil des lymphatischen Systems. Für die Immunabwehr zuständig, nimmt dieses auch Gewebeflüssigkeiten mit darin enthaltenen Stoffen auf. Wie Proteine: Zu groß, um in die Blutkapillare zurückzuweichen, werden sie über den venösen Blutkreislauf abtransportiert. Dass von den täglich etwa zwei Litern Lymphflüssigkeit ein Zehntel im Gewebe verbleibt, ist normal. Dabei ist das Lymphsystem - anders als unser Blutgefäßsystem - ein offenes System: Befindet sich viel Flüssigkeit im Gewebe, öffnen sich seine Lymphkapillare. Direkt unter der Haut liegend, erstreckt sich das Lymphgefäßsystem überall, wie eine Art Netz.

Lymphödeme - von latent bis verhärtet

Vergleichsweise wenige Menschen sind von primären Lymphödemen betroffen; hier ist die Funktionsstörung angeboren. Wahrscheinlich leiden auch Sie, wie die Mehrzahl, an sekundären Lymphödemen - unterschiedlichster Genese. Flüssigkeit sammelt sich sichtbar und tastbar im Bindegewebe an. Neben Armen, Beinen und Rumpf können auch Hals, Gesicht und Genitalbereich betroffen sein. Dabei kennt ein Lymphödem vier Stadien: Sind anfangs (im Latenzstadium) noch keine Symptome sichtbar, lässt sich im zweiten Stadium das - eiweißreiche - Ödem zumindest noch rückgängig machen, da die Bindegewebsveränderungen noch gering sind. Auf Fingerdruck zeigt sich im weichen Ödem eine Delle: Hochlagern des betreffenden Bereiches lässt die Schwellung meist merklich zurückgehen. Anders im nächsten Stadium: Wachsendes Fettgewebe und weitere Veränderungen lassen das nun harte Ödem bei Hochlagerung nicht mehr abschwellen. Im Endstadium (Elephantiasis) ist der Körperteil schließlich unförmig geschwollen - und daher in seiner Beweglichkeit erheblich eingeschränkt. Zusätzlich reagiert die Haut mit Ekzemen, und auch die Wundheilung ist schlecht.

Manuelle Lymphdrainage: So wirkt sie

Manuelle Lymphdrainage als Therapieform (MLD), entwickelt durch Mediziner wie Földi, Vodder und weitere, hat das Ziel, Flüssigkeitsansammlungen und Schwellungen entgegen zu wirken. Unterschiedlichste Grifftechniken bzw. Handgriffe befördern Lymphabfluss und Entstauung des Gewebes - und lösen Verhärtungen. Behutsam kreisender Druck wirkt auf die Lymphgefäße ein. So werden Entzündungsstoffe und Abfallprodukte schneller abtransportiert. Sanfte Griffe regen Eigenperistaltik und Pumpleistung der Lymphgefäße an, um Lymphflüssigkeit in andere Abflussgebiete bzw. in Richtung zentraler Lymphstämme und in den Blutkreislauf zu führen. Manuelle Lymphdrainage setzt Dehnungsreize, d. h. Griffe wechselnden Drucks erzeugen Reize auf die Dehnungsrezeptoren. Werden die Griffe häufig wiederholt, erhöht sich die Durchflussrate. Auch Schmerzen und Schweregefühl gehen zurück. Sogar bei ausgeprägten lymphatischen Erkrankungen entfaltet Manuelle Lymphdrainage spürbare Wirkung - in Kombination mit Kompressionsstrumpf oder -bandage, spezieller Hautpflege sowie Entstauungsgymnastik (auch Komplexe Physikalische Entstauungstherapie genannt).

Wann Manuelle Lymphdrainage Sinn macht

Manuelle Lymphdrainage als Entstauungstherapie wird oft nach Tumorbehandlung mit Lymphknotenentfernung (etwa bei Brustkrebs) verschrieben. Außerdem ist sie angezeigt bei Problematiken, die Schwellungen zur Folge haben - wie Zerrungen, Verstauchungen oder Muskelfaserrissen. Auch bei Migräne oder Rheuma kann Manuelle Lymphdrainage lindernd wirken. Aber Manuelle Lymphdrainage kann noch mehr - wie Narben erfolgreich behandeln. Ziel: Eine flexible Narbe, die als weniger störend erlebt wird, weil sich ihre Verschieblichkeit verbessert. Denn dort, wo Gewebe durchtrennt wurde, regt Lymphdrainage die Lymphgefäßneubildung an. Außerdem trägt sie zur Schmerzlinderung bei - nicht nur nach, sondern auch im Vorfeld von Operationen (wie bei Knie- oder Hüft-Endoprothesen). Solche Patienten benötigen nicht nur weniger Schmerzmittel - fast immer beschleunigt sich auch der Heilungsprozess.

Gegenanzeigen bei Manueller Lymphdrainage

Falls Sie an unbehandelten bösartigen Tumoren, rezenten Thrombosen bzw. Thromboembolien, akuten Entzündungen oder bestimmten Formen der Herzinsuffizienz leiden, darf ich Sie leider nicht behandeln. Relativ kontraindiziert sind chronische Entzündungen, abgelaufene Thrombosen, Funktionsstörungden der Schilddrüse oder Asthma. Falls Sie sich hier angesprochen fühlen, darf ich Sie zwar behandeln, aber passe die Lymphdrainage diesen Problematiken unter entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen an.

Spezialist für Manuelle Lympdrainage gesucht?

Sie haben eine Überweisung durch Haus- oder Facharzt für die Manuelle Lymphdrainage erhalten? Kommen Sie in meine Praxis und streifen Sie den Alltag ab - ich möchte, dass Sie sich - bei individueller Einzelbehandlung - in meinen Räumen wohlfühlen. Als Heilpraktikerin mit Heilpädagogischem Background und langjähriger Erfahrung bin ich Teil des Lymphnetzes Lüneburger Heide. In meiner Massage- und Naturheilpraxis in Lüneburg widme ich mich Menschen jeden Alters, die unter lymphologischen Erkrankungen leiden. Eine Massage-Einheit dauert 30 oder 60 Minuten - und ist häufig eine Kassenleistung. Sie haben noch Fragen? Oder möchten sich direkt zur Lymphdrainage anmelden? Sprechen Sie mich einfach an - ich freue mich auf unseren Kontakt.

Petra Gerken

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